Rat & Tat

Die Fragen nach dem Wann und Wie beschäftigen Gartenbesitzer rund um das ganze Jahr. Wann kann ich anfangen, draußen zu säen und zu pflanzen. Wann schneide ich am besten meinen Obstbaum, meine Stauden, meine Hecke? Wann kann ich mein erstes Gemüse ernten? Was frisst da heimlich an meinen Rosen, an meiner Clematis, Petunienblüten und Gemüsepflanzen? Kann ich Gurken und Tomaten gemeinsam im Gewächshaus anbauen? Ist Rollrasen einfacher zu handhaben, als die Aussaat von Grassamen? Ist das giftig?

Frage & und Antwort finden sie in unseren Beiträgen im Aushang und auf der Homepage.

Blattläuse bekämpfen mit Hausmitteln

Alle Jahre wieder- wie aus dem Nichts- sind sie plötzlich da ,  die Blattläuse.

Blattläuse gehören zu den Pflanzenläusen und  sind Schädlinge von Nutz- und Zierpflanzen. Sie sind kleine Insekten von wenigen Millimetern und mit einem Saugrüssel ausgestattet. Es gibt beflügelte und unbeflügelte Arten und ihre Massenvermehrung ist weit verbreitet. Blattläuse stechen mit den als Saugrüssel ausgebildeten Mundwerkzeugen die Pflanze an und saugen daraus Ploemsaft. Davon nehmen sie die enthaltenen Aminosäuren auf. Der überwiegende Teil dieses an Kohlehydraten reichen Saftes wird als zuckerhaltiger Honigtau wieder ausgeschieden und lockt dann andere Insekten sowie Wirbeltiere an und dient Pilzerkrankungen  als Nährmedium. Der Blattlausbefall beginnt meist unbemerkt, jedoch folgt unter optimalen Bedingungen eine explosionsartige Vermehrung. Befallen werden praktisch alle Pflanzenarten. Meist findet man die Läuse in beschatteten Bereichen auf Blattunterseiten und in der Nähe von Blüten- und Blattansätzen.

Bekämpfung:

Wurden Blattläuse frühzeitig an Pflanzen entdeckt, können sie meist erfolgreich mit bewährten Hausmitteln biologisch bekämpft werden, ohne Chemie, Gift und künstlichen Mitteln. )Ist der Blattlausbefall noch gering, hilft meist schon das Abspritzen mit einem Wasserstrahl.

Seifenlauge gegen Blattläuse: Als Hausmittel eignet sich dabei ein Gemisch aus Wasser und Schmierseife, beziehungsweise Kernseife. Die Seifenlauge besteht aus ca. einem Esslöffel Seife pro Liter Wasser. Noch effizienter wird das Spritzmittel, wenn ein kleiner Schluck Spiritus dazugegeben wird.

Brennnesseln gegen Blattläuse: Wer in seinem Garten Brennnesseln hat, kann daraus ebenfalls ein Sprühmittel gegen Blattläuse herstellen. Dazu wird aus einem Teil Brennnesseln und zehn Teilen kochendem Wasser ein Brennnesselsud hergestellt. Die Brennnesseln müssen nun 2 Tage in einem abgekühlten Sud ziehen. Anschließend werden die Blätter entfernt und die befallenen Pflanzen damit besprüht.  Allerdings sollte es vermieden werden, dies bei direkter Sonnenbestrahlung zu machen, da ansonsten unschöne braune Flecken auf den Blättern entstehen.

Übrigens hilft auch das Besprühen mit kaltem Kaffee oder schwarzem Tee gegen Blattläuse, wenn der Befall noch nicht so stark ist.

Auch ein Gemisch aus 100ml Milch und 200ml Wasser hat sich gegen Blattläuse durchaus erfolgreich herausgestellt.

Mein erster Gemüsegarten

Frisches Gemüse aus dem eigenen Garten ist mehr als „nur“ gesund. Auch wenn man keinen „grünen Daumen“ hat, muss man nicht auf frische Vitamine aus dem eigenen Naschgarten verzichten. Diese fünf Gemüsearten versprechen eine reiche und vor allem schnelle Ernte. Der Anbau gelingt auf Anhieb, ohne Vorkenntnisse und verspricht schnelle Ergebnisse- sogar im Kübel.

Mangold: Mit seinen roten Stielen sorgt Mangold für Farbe im Gemüsegarten. Seine Stiele isst man wie Spargel, die Blätter wie Spinat.

Aussaat März/ April in nahrhaften Boden, nach sechs bis acht Wochen ist Erntezeit. Ernten sie nie die ganze Pflanze auf einmal  ab, nur die äußeren Blätter. Dann können sie regelmäßig ernten.

  Radieschen: Lecker, unkompliziert und ideal für Ungeduldige: Radieschen sind oft schon nach sechs Wochen nach der Aussaat erntereif. Am einfachsten geht’s, wenn sie in Reihen direkt ins Beet säen. Nicht zu dicht, sonst drängeln sich die Pflanzen dicht an dicht und stehen sich gegenseitig im Weg. Wichtig: Der Boden sollte immer gleichmäßig feucht sein, bei häufigem Wechsel von Bodenfeuchte und Trockenheit platzen Radieschen.

Salate: Der absolute Favorit im Gemüsegarten: Kopfsalat. Ob Kopf- oder Pflücksalate- der schnelle Erfolg ist garantiert. Pflücksalat kann laufend mit der Schere abgeschnitten werden. Bei Kopfsalat gibt es einen Trick, damit nicht alle Pflanzen auf einmal reif werden. Pflanzen sie Jungpflanzen und säen sie gleichzeitig noch eine Salatreihe aus und alle zwei Wochen eine weitere Salat mag keine pralle Mittagssonne, weshalb er bestens neben Tomatenreihen wächst. Pflanzen sie Salat flach ein, sonst wächst er schlecht an und fängt sich schnell Pilzkrankheiten ein.

Erbsen: Obwohl Erbsen so klein sind, haben sie einen höheren Eiweiß- und Mineralstoffgehalt als viele andere Gemüsesorten.

Erbsen werden bis Mitte April gesät und zwar rechts und links neben einem Rankgitter, oder bis Mitte Mai als Jungpflanzen direkt daneben ausgepflanzt. Erbsen vertragen keine Hitze, ab Temperaturen von 25 Grad Celsius aufwärts blühen sie nicht mehr, weshalb zeitigere Aussaaten im April auch besten Erfolg versprechen. Erbsen lieben durchlässigen, nahrhaften Boden, den sie am besten mit einer guten Portion Kompost verbessern. Bei schweren Lehmböden mischt man noch etwas Sand unter.

Tomaten wachsen von ganz alleine. Sie brauchen nur einen regensicheren Platz. In einem Gewächshaus fühlen sie sich auch in großen Pflanzkübeln wohl, die sie unter einem Überdach platzieren. Stehen sie im Regen, fangen sich Tomaten sehr schnell die Krautfäule ein, die eine Tomatenpflanze innerhalb weniger Tage komplett ruiniert. Achten sie auch beim Wässern darauf,, die Blätter nicht zu benetzen und schneiden sie vorsorglich die bodennahen Blätter ab, die sonst von Spritzwasser getroffen werden. Die Erde sollte stets gleichmäßig feucht sein, sonst platzen die Früchte. Wenn sich die ersten kleinen Früchte zeigen, versorgen sie die Pflanzen mit einem speziellen Tomatendünger. Mit dem Fruchtbehang steigt auch der große Hunger!

Eine perfekte „Spielwiese“ für den Gemüsegarten  ist das Hochbeet. Hier lässt es sich rückenschonend in bequemer Höhe Gemüse anbauen. Die begrenzte Anbaufläche macht das „Garteln“ leichter und überschaubarer.